BACHKANTATE ZUM MITSINGEN
Das Angebot BACHKANTATE ZUM MITSINGEN soll Chorsängern, die sich nicht regelmäßig an die Kantorei an der Schlosskirche in Friedrichshafen binden können, ermöglichen, ein Chorwerk an einem Wochenende zu erarbeiten und am dazugehörigen Sonntagvormittag in einem festlichen Kantaten-Gottesdienst in der Schlosskirche zusammen mit Sängerinnen und Sängern der Kantorei aufzuführen.
Bei der Kantate „Ihr Tore zu Zion“ kann grundsätzlich jede/jeder mitsingen, die/der über ausreichende Notenkenntnisse verfügt und die Proben über die gesamte Zeitdauer besuchen kann.
Ein Vorsingen ist nicht Voraussetzung der Teilnahme. Um festliche dunkle Kleidung am Sonntagmorgen wird gebeten.
Eigene Noten können mitgebracht werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich die Noten zum Heimstudium zuschicken zu lassen.
Die Kantate „Ihr Tore zu Zion“ wird durch ein überaus festlich besetztes Instrumentalensemble mitgestaltet und am Sonntag, 6. Mai um 9.30 Uhr in der Schlosskirche zur Aufführung kommen.
Anmeldung und Probezeiten für das Wochenende "Bachkantate zum Mitsingen" als pdf
Offener Abend am 28. Februar 2012, 20.00 Uhr
Filippo Tommaso Marinetti und der italienische Futurismus
„Mein italienisches Herz schlug höher, als meine Lippen mit lauter Stimme das Wort Futurismus erfanden.“ Bei seinem ersten Auftritt antwortete Marinetti auf die Frage „Was denn Futurismus sei?“: „Ganz einfach ausgedrückt bedeutet Futurismus: Hass auf die Vergangenheit! Unser Anliegen ist es, den Kult der Vergangenheit energisch zu bekämpfen und zu zerstören!“ Der Futurismus will sich explizit als Zerstörung des „Ewiggestrigen“ verstanden wissen. Er begreift sich als neuer Zustand des Absoluten, außerhalb der Geschichte. Die Modernität mit ihrem Willen zum unaufhörlichen Wandel, aber auch die Metropole mit ihrem rasenden Lebensrhythmus soll zum alleinigen Schönheitsideal erhoben und als Gegenstand in die Kunst eingeführt werden. Mit dieser gewalttätigen Revolutionierung der Künste, die aus den alten Fesseln zu befreien ist, soll die neue Lebensrealität gespiegelt werden. „Der Futurismus will auf brutale Weise das Leben in die Kunst einführen.“, postuliert Marinetti. Hier manifestiert sich der Wille von einer Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben.
Es ergeht eine herzliche Einladung zu einem spannungsvollen Abend über die Theorie des italienischen Futurismus und die Sprache der Futuristen in der Literatur, Malerei, Skulptur und im Theater.
Tochter und Mutter, Linn und Karin Blasberg, referieren über Filippo Tommaso Marinetti und seine maßgebliche Rolle im italienischen Futurismus des frühen 20. Jahrhunderts. Dienstag, 28. Februar 2012, 20 Uhr.
